Spendenmarkt im Wandel – Ältere werden immer wichtiger

Deutscher Spendenrat veröffentlicht Zahlen

In jedem Jahr fassen wir die Entwicklungen auf dem deutschen Spendenmarkt zusammen und beziehen uns auf die „Bilanz des Helfens“, der Studie des Deutschen Spendenrats.
Die aktuelle Bilanz ist ernüchternd. Immer weniger Menschen spenden Geld an gemeinnützige Organisationen und Kirchen. Erstmals seit Beginn der Studien im Jahr 2005 sank die Zahl der Spenderinnen und Spender unter 20 Millionen, was einem Bevölkerungsanteil von 29,1 Prozent entspricht. Im Vergleich: Im Jahr 2005 lag der Anteil der spendenden Bevölkerung bei mehr als 50 Prozent. Auch die klassische Weihnachtsspende ist rückläufig und das Gesamtspendenvolumen sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

Dr. Max Mälzer, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats e.V. warnt: „Der Trend der letzten Jahre, dass immer weniger Menschen spenden, zeigt sich immer dramatischer. Noch halten sich die Auswirkungen auf das gesamte Spendenvolumen in geordneten Bahnen. Zukünftig ist jedoch leider mit erheblich sinkenden Volumina zu rechnen.“ (aus: www.spendenrat.de)

Wichtigste Zielgruppe bleiben die Menschen ab 70 Jahren. Im Durchschnitt halfen sie mit 344 Euro. 6,1 Millionen Seniorinnen und Senioren leisteten finanzielle Hilfe in Höhe von 2,1 Milliarden Euro, was einem Anteil von mehr als 40 Prozent des gesamten Spendenvolumens aller Deutschen im Jahr 2019 entspricht.

Für Prognosen, wie sich das Spendenverhalten der Deutschen im Corona-Jahr 2020 verändern wird, ist es vermutlich zu früh. Fest steht, dass es zu massiven Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt kommen wird, dass der Konsumklimaindex der Deutschen rückgängig sein wird, dass uns eine Rezession bevorsteht. Fest steht weiterhin, dass weltweit viele Millionen Menschen – und besonders diejenigen, die ohnehin in schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen leben – Elend und Leid erleben werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerung unter diesen schwierigen Bedingungen nicht noch weiter nachlässt.

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